Probleme mit den Gehwerkzeugen schränken die Mobilität ein und sind mitunter schmerzhaft. Erfahren Sie alles über Entstehung, Symptome und Therapie von Arthrose, Venenprobleme und andere Erkrankungen der Beine
Springen, Tanzen, Hüpfen: Gesunde Beine sind ein Segen
Auf zwei Beinen durchs Leben – der aufrechte Gang gilt als entscheidender Schritt der menschlichen Evolution. Er hat uns die Hände frei für andere Dinge gemacht. Durch die Zweibeinigkeit liegt aber auch unser Körperschwerpunkt sehr hoch. Laufen, Gehen und Stehen sind deshalb ein steter Balanceakt, bei dem Muskeln, Sinnesorgane und das Zentralnervensystem komplex zusammenwirken.
Den Sockel, auf dem alles ruht, bilden die Füße. Sie sind sind ein kompliziertes Gebilde aus 26 Knochen, 33 Gelenken, 20 Muskeln und mehr als 100 Sehnen und Bändern. Ansonsten bestehen unsere Fortbewegungsorgane anatomisch aus Oberschenkel, Unterschenkel und Füßen. Das Knie verbindet Oberschenkelknochen mit Schien- und Wadenbein, das Sprunggelenk den Unterschenkel mit dem Fuß.
Ungefähr 175.000 Kilometer legt ein Achtzigjähriger im Laufe seines Lebens zurück, wenn er täglich sechs Kilometer geht oder läuft. Verschleiß an den Gelenken (Arthrose) kann solche Bewegung zur schmerzhaften Tortur machen. Ursachen können erbliche Veranlagung, Verletzungen, Überlastung oder Übergewicht sein.
Bei Fehlstellungen wie O- und X-Beinen ist vor allem das Kniegelenk arthrosegefährdet. Sie können aber auch weitreichendere Folgen haben und Sprunggelenk oder Wirbelsäule in Mitleidenschaft ziehen. Hohe Absätze oder zu enge Schuhe verursachen oft Probleme an den Füßen. Hühneraugen, eingewachsene Zehennägel, Plattfüße oder gerissene Achillessehnen sind mögliche Folgen.
Beeinträchtigende Gefäßprobleme
Gesunde Gehwerkzeuge sind keine Selbstverständlichkeit. Viele Menschen quälen beim Gehen Schwellungen, Schweregefühl, Krampfadern und Schmerzen in den Beinen. Die Ursache dafür liegt meist in den Gefäßen. Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit werden die Beine nicht mehr ausreichend durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Das Gewebe wird entzündungsanfällig und kann schlimmstenfalls absterben.
Ist der Rücktransport des sauerstoffarmen Blutes beeinträchtigt, kommt es zu Venen-Problemen. Sind nur oberflächliche Venen betroffen, entstehen die relativ harmlosen Krampfadern. Gefährlicher sind Blutgerinnsel in tiefer liegendem Gewebe. Sie können sich lösen, zur Lunge schwimmen und dort eine Embolie auslösen. Schwerwiegendste Folge eines gestörten Rücktransport von venösem Blut sind offene Beine. Typisch ist die bräunlich gefärbte Haut im Bereich der Unterschenkel.
Wie Sie Ihre Beine mit einer gesunden Lebensweise möglichst lange schön und gesund halten, Arthrose und Gefäßproblemen vorbeugen, sie erkennen und behandeln, erfahren Sie hier in den Antworten auf die wichtigsten Fragen.
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23.02.2010, aktualisiert am 25.06.2010
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